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Adventskalender wichteln: Regeln, Ideen & Zeitplan

Adventskalender wichteln oder tauschen: drei Varianten, Rechentabelle für jede Gruppengröße, Zeitplan bis zum 1. Dezember, Budget und 36 Türchen-Ideen.

2. Oktober 2026
11 Min. Lesezeit
von Wichtelplan Team

Beim Adventskalender-Wichteln füllt eine Gruppe gemeinsam Adventskalender: Jede Person besorgt nur eine oder wenige Sorten Kleinigkeiten, dafür in mehrfacher Ausführung, und am Ende hat jede einen Kalender mit 24 verschiedenen Türchen. In der Wichtel-Variante zieht stattdessen jede Person einen Namen und packt einen kompletten Kalender für genau diesen Menschen. Wer bis zum 1. Dezember fertig sein will, legt jetzt los, denn gepackt wird spätestens Ende November.

Hier findest du die drei Varianten, eine Tabelle für jede Gruppengröße, einen Zeitplan rückwärts ab dem 1. Dezember und 36 Ideen für die Türchen.


Drei Varianten: tauschen oder wichteln

Die Begriffe werden wild gemischt. „Adventskalender tauschen“ und „Adventskalender wichteln“ meinen meistens dasselbe, es gibt aber drei verschiedene Abläufe. Entscheidet euch vorher für einen, sonst packen am Ende zwei Leute nach unterschiedlichen Regeln.

Variante A: Der große Tausch mit 24 Personen

24 Leute, jede besorgt 24 gleiche Kleinigkeiten und packt sie ein. Jede Person bekommt eine Nummer von 1 bis 24, und diese Nummer steht auf allen ihren Päckchen. Beim Tauschtreffen füllt jede ihre Tüte oder Kiste mit einem Päckchen von jeder Person. Ergebnis: 24 Kalender mit 24 verschiedenen Überraschungen.

Der Aufwand pro Person ist klein, weil du nur eine einzige Idee brauchst. Dafür ist die Organisation groß: 24 Zusagen, ein Termin für alle, und wenn eine Person ausfällt, fehlt in allen Kalendern ein Türchen.

Variante B: Die kleine Runde mit 4 bis 8 Leuten

Für Freundeskreise und Familien realistischer. Bei sechs Personen besorgt jede vier verschiedene Sorten zu je sechs Stück. Auch hier packt jede Person insgesamt 24 Päckchen, sie muss sich aber vier Ideen überlegen statt einer. Dafür findet ihr leichter einen Termin, und die Absprache läuft bequem über den Gruppenchat.

Variante C: Wichteln mit Auslosung

Jede Person zieht einen Namen und packt einen kompletten Kalender mit 24 Türchen für genau diese Person. Das ist mehr Arbeit, aber persönlicher: Du kannst auf Vorlieben eingehen, Insider einbauen und Türchen aufeinander aufbauen lassen. Diese Variante passt gut zu Paaren unter Freunden, Geschwistern oder kleinen Teams.

Für die Auslosung kannst du Wichtelplan nutzen. Alle tragen sich über einen Link ein, Paare oder Mitbewohner bekommen denselben Ausschluss-Code, damit sie sich nicht gegenseitig ziehen, und jede Person sieht nur ihr eigenes Los. Beim Wunsch-Wichteln kann jede Person bis zu drei Wünsche angeben. Die Felder eignen sich auch für Hinweise wie „keine Nüsse“ oder „trinkt keinen Kaffee“.


Wie viele Päckchen pro Person? Die Rechentabelle

Bei der Tausch-Variante gilt: Personen × Sorten pro Person = 24. Und unabhängig von der Gruppengröße packt jede Person immer 24 Päckchen, solange alle einen vollen Kalender bekommen. Die Gruppengröße ändert nur, wie viele verschiedene Ideen du brauchst.

PersonenSorten pro PersonStück pro SortePäckchen pro Person
212224
38324
46424
64624
83824
1221224
2412424

Bei 5, 7 oder 10 Leuten geht die Rechnung nicht glatt auf. Zwei einfache Lösungen: Bei fünf Personen übernehmen vier je fünf Sorten und eine Person vier, diese steuert dafür das größere Päckchen für den 24. bei. Oder ihr macht einen Kalender mit 20 oder 21 Türchen. Das merkt niemand, und alle haben gleich viel Arbeit.

Wer sein eigenes Päckchen nicht im Kalender haben will, nimmt eine Person mehr dazu als Türchen: 25 Leute mit je 24 Stück. Dann gibt jede Person genau ein Päckchen an alle anderen. Die feste Türchennummer pro Person fällt damit weg, nummeriert wird erst beim Tauschtreffen.


Zeitplan rückwärts ab dem 1. Dezember

Das Türchen am 1. Dezember muss am Abend vorher am Platz hängen. Für 2026 heißt das: Der 1. Dezember ist ein Dienstag, der erste Advent fällt auf den 29. November. Ein Tauschtreffen am Wochenende 21./22. November lässt euch eine Woche Luft.

WannWas
bis Ende OktoberGruppe steht, Variante und Budget sind festgelegt, Nummern verteilt oder Namen ausgelost
bis 8. NovemberJede Person meldet ihre Idee(n) in den Chat, Doppelungen werden aussortiert
bis 15. NovemberEingekauft, Selbstgemachtes ist fertig oder zumindest angefangen
16. bis 20. NovemberPacken und nummerieren
21./22. NovemberTauschtreffen oder Übergabe
bis 23. NovemberBei Postversand: Päckchen bei der Sammelstelle
30. NovemberKalender aufhängen

Wenn ihr per Post tauscht, braucht ihr eine Sammelperson, die alles sortiert und weiterschickt. Plant pro Postweg knapp eine Woche Puffer ein. Wer ganz sicher gehen will, zieht den Sammeltermin auf Mitte November vor.

Erinnerungen schickst du am besten selbst in den Chat. Wichtelplan verschickt keine automatischen Erinnerungen, und ehrlich gesagt wirkt eine persönliche Nachricht („Noch zehn Tage bis zum Packen!“) ohnehin besser als eine Mail. Vorlagen für Chat-Nachrichten findest du in Wichteln über WhatsApp.


Budget pro Päckchen richtig rechnen

Bei Adventskalendern unterschätzen die meisten das Budget, weil sie an ein Päckchen denken und nicht an 24. Rechne immer mit dem Gesamtbetrag:

Preis pro PäckchenGesamt pro Person
0,50 €12 €
1 €24 €
1,50 €36 €
2 €48 €
3 €72 €

Für die meisten Runden passt 1 bis 1,50 € pro Päckchen. Das klingt wenig, reicht aber für ordentliche Kleinigkeiten, weil du bei der Tausch-Variante gleich in Stückzahl einkaufst. Packungen mit 6, 12 oder 24 Stück sind pro Stück deutlich günstiger als Einzelteile.

Bei der Wichtel-Variante mit einem Kalender für eine Person legt ihr ein Gesamtbudget fest, zum Beispiel 30 €. Dann lohnt es sich, nicht gleichmäßig zu verteilen: 20 Türchen mit Kleinkram für je knapp 1 €, dafür die vier Adventssonntage und der 24. etwas größer. Wie ihr ein Budget fair für alle ansetzt, steht auch in den Wichteln-Regeln.

Sagt beim Budget dazu, ob Verpackung mitzählt. Kraftpapier, Band und Anhänger für 24 Päckchen kosten schnell ein paar Euro extra.


36 Ideen für Adventskalender-Türchen

Alle Ideen lassen sich in Stückzahl besorgen und passen in ein Päckchen von Handflächengröße. Mehr Geschenke für den klassischen Wichtelabend findest du in den Wichtelgeschenke-Ideen.

Naschkram

  • Teebeutel einer guten Sorte, einzeln verpackt: hält ewig und passt zu jedem.
  • Heiße Schokolade am Stiel oder als Pulver-Portion: macht aus dem Türchen einen kleinen Abend.
  • Selbst gebrannte Mandeln im Tütchen: günstig in großer Menge, riechen sofort nach Weihnachtsmarkt. Allergiehinweis drauf.
  • Spekulatius oder Lebkuchen im Mini-Pack: der Klassiker, der fast allen schmeckt.
  • Gewürzmischung für Glühwein oder Punsch: im Beutel, mit Anleitung auf dem Anhänger.
  • Ein guter Schokoriegel statt Schoko-Taler: lieber eine Sorte, die man sonst nicht kauft.

Wellness

  • Gesichtsmaske im Tuch: flach, leicht, gibt es in Mehrfachpackungen.
  • Lippenpflege: wird im Winter wirklich benutzt.
  • Badesalz in kleinen Gläsern abgefüllt: aus einer großen Packung werden zwölf Portionen.
  • Handcreme in Reisegröße: passt in jede Jackentasche.
  • Duftkerze oder Teelicht mit Duft: Vorsicht bei Leuten, die auf Düfte empfindlich reagieren.
  • Wärmepflaster oder Handwärmer: klingt unspektakulär, wird bei Kälte geliebt.

Küche

  • Selbst gemachtes Würzsalz: Salz, Kräuter, Zitronenschale, fertig.
  • Backmischung für vier Kekse im kleinen Glas: das Türchen wird zur Aktion.
  • Ausstechform in Sternform oder als Tier: wird jedes Jahr wieder benutzt.
  • Kaffee-Portion einer kleinen Rösterei: für Kaffeetrinkende ein echtes Highlight.
  • Teesieb oder Teeei: passt gut zu einem Tee-Türchen in einem anderen Kalender.
  • Holzlöffel mit eingebranntem Namen: wenn ihr wisst, wer was bekommt.

Kleinkram

  • Schlüsselanhänger: praktisch und lässt sich gut individualisieren.
  • Notizblock im Kleinformat: liegt irgendwann immer neben dem Telefon.
  • Kabelbinder aus Stoff oder Kabelclips: klingt langweilig, aber jeder hat Kabelsalat.
  • Kartenspiel im Mini-Format: für Bahnfahrten und Wartezimmer.
  • Wollsocken mit Muster: wenn das Budget es hergibt, ein schönes Sonntagstürchen.
  • Postkarte mit Briefmarke drauf: lädt dazu ein, jemandem zu schreiben.

Selbstgemachtes

  • Ein Rezept auf schöner Karte, dazu eine Zutat: persönlich und günstig.
  • Plätzchen nach eigenem Familienrezept: nur, wenn sie bis Dezember frisch bleiben. Mürbeteig hält, Baiser eher nicht.
  • Kleine Christbaumanhänger aus Salzteig oder Holz: bleiben über Jahre im Baum.
  • Samenbomben oder Kräutersamen im Tütchen: ein Türchen, das im Frühling nochmal Freude macht.
  • Fotoabzug eines gemeinsamen Moments: nur bei der Wichtel-Variante, wo du die Person kennst.
  • Gutschein für etwas, das du selbst kannst: Fahrrad flicken, Babysitten, Bewerbung korrekturlesen.

Für Kinder

  • Sticker-Bogen: billig in Menge, und Kinder kleben sie sofort irgendwohin.
  • Knete im Mini-Döschen: beschäftigt länger als Schokolade.
  • Malkreide oder Wachsmaler im Zweierpack: ergänzt sich mit dem Notizblock aus einem anderen Türchen.
  • Mini-Rätselheft: für die Autofahrt zu Oma.
  • Seifenblasen: auch im Winter ein Hit im Treppenhaus.
  • Haargummis oder Spangen: wenn ihr wisst, dass sie gebraucht werden.

Bei Kindern unter drei Jahren keine Kleinteile verwenden. Wie man Wichteln mit Kindern insgesamt gut aufzieht, steht in Wichteln mit Kindern.


Verpacken und nummerieren ohne Chaos

Gute Verpackung macht die Hälfte aus, und ein paar Absprachen sparen am Tauschabend viel Durcheinander.

Legt eine Maximalgröße fest. Zum Beispiel: Jedes Päckchen passt in eine Hand oder in eine Tüte im Format DIN A6. Sonst steht neben fünf Teebeuteln plötzlich ein Paket mit Weinflasche.

Nummer gut sichtbar außen dran. Bei der Tausch-Variante steht deine Nummer auf allen 24 Päckchen gleich. Ein Anhänger oder Aufkleber reicht, aber schreibt nicht mit Bleistift auf dunkles Papier.

Eine gemeinsame Liste gegen Doppelungen. Jede Person schreibt ihre Idee bis zum festgelegten Termin in den Chat oder in eine geteilte Notiz. Wer zuerst eingetragen hat, behält die Idee. So vermeidet ihr, dass drei Leute Teelichter besorgen. Bei der kleinen Runde kann die Liste auch nach Kategorien aufgeteilt werden: Eine Person macht Süßes, eine Wellness, eine Küche.

Bei der Wichtel-Variante packst du selbst alle 24 Päckchen. Leg dir vorher eine Liste mit den Nummern an und streich ab. Es ist erstaunlich leicht, die 17 zweimal und die 18 gar nicht zu vergeben.

Ein Behälter pro Kalender. Papiertüten an einer Schnur, ein Korb oder ein Karton mit 24 Fächern. Wenn ihr euch auf einen Behälter einigt, sehen alle Kalender gleich aus und keiner fühlt sich benachteiligt.


Was beim Adventskalender-Wichteln typischerweise schiefgeht

Diese Pannen kommen in fast jeder Runde einmal vor. Mit ein paar Regeln vorab lassen sie sich abfangen.

Allergien und Unverträglichkeiten. Eine Person mit Nussallergie und acht Päckchen mit Nüssen im Kalender: Das ist ärgerlich und kann gefährlich sein. Fragt beim Start alle Allergien, Unverträglichkeiten und No-Gos ab (Alkohol, Fleisch, Duftstoffe) und schreibt sie an den Anfang der Liste. Wer etwas mit Nüssen oder Alkohol packt, markiert das außen.

Jemand springt ab. Kommt bei 24 Leuten fast immer vor. Dann fehlt in allen Kalendern dasselbe Türchen. Die Orga sollte deshalb von Anfang an einplanen, die Lücke zu füllen, oder zwei Freiwillige teilen sich die fehlende Nummer und packen je zwölf. Klärt außerdem vorher, ob jemand nach dem Absagen noch Geld oder Ersatz schuldet.

Päckchen in sehr unterschiedlicher Größe und Qualität. Eine Person packt Handcreme einer guten Marke, die andere ein Bonbon. Hier hilft ein festes Budget pro Päckchen, das alle kennen, plus die Maximalgröße. Und: Ein günstiges Päckchen mit Liebe gepackt ist kein Problem. Ärger gibt es erst, wenn jemand sichtbar keine Lust hatte.

Verderbliches. Selbst gebackene Plätzchen müssen bis zum 24. Dezember halten. Wer am 20. November packt, sollte nichts mit frischer Sahne oder weichem Teig nehmen. Schokolade nicht neben die Heizung hängen.

Die Nummer fehlt. Am Tauschabend liegen fünf unbeschriftete Päckchen auf dem Tisch. Lösung: Ohne Nummer kein Tausch, und die Orga hat einen Stift und Aufkleber dabei.

Bei der Wichtel-Variante: Wer den Namen der eigenen Partnerin oder des eigenen Mitbewohners zieht, verliert schnell die Überraschung. Gebt Paaren und Haushalten deshalb denselben Ausschluss-Code, bevor ihr auslost.


Für wen welche Variante passt

Großer Tausch mit 24 Leuten: Vereine, Elterngruppen, Nachbarschaften, Online-Gruppen. Wenig Aufwand pro Person, aber eine Orga, die den Überblick behält.

Kleine Runde mit 4 bis 8 Leuten: Freundeskreise und Familien. Mehrere Ideen pro Person, dafür ein gemütlicher Packabend mit Punsch. Wie Familienrunden mit mehreren Generationen gut funktionieren, beschreiben wir in Wichteln in der Familie.

Wichteln mit Auslosung: Gruppen, in denen sich alle kennen, und Leute, die gern einen ganzen Kalender liebevoll zusammenstellen. Mehr Arbeit, dafür bekommt jede Person einen Kalender, der wirklich zu ihr passt.

Wer die Wichtel-Variante plant, braucht vor allem eine faire, geheime Auslosung bis Ende Oktober. Mit einem Link im Gruppenchat ist das in wenigen Minuten erledigt.

Häufige Fragen

Wie viele Leute braucht man zum Adventskalender-Wichteln?

Für die Tausch-Variante funktioniert jede Zahl, die 24 glatt teilt: 2, 3, 4, 6, 8, 12 oder 24 Personen. Beim Wichteln mit Auslosung, bei dem jede Person einen ganzen Kalender für jemand anderen packt, reichen schon drei Leute.

Bekommt man beim Adventskalender-Tausch sein eigenes Päckchen?

In der klassischen Form ja, denn alle bekommen von jeder Sorte eins. Wer das nicht will, nimmt eine Person mehr als Türchen dazu, also 25 Leute mit je 24 Päckchen. Dann gibt jede Person genau ein Stück an alle anderen.

Kann man Adventskalender auch per Post tauschen?

Ja, dann sammelt eine Person alle Päckchen, sortiert sie in die Kalender und verschickt sie weiter. Das kostet doppelt Porto und braucht zwei Postwege, also plant rund eine Woche mehr ein als für ein Tauschtreffen.

Was passiert, wenn ein Türchen leer bleibt?

Am besten hält die Orga zwei, drei Ersatzpäckchen bereit oder zwei Personen teilen sich die fehlende Sorte. Ein selbst geschriebener Zettel mit einem kleinen Versprechen ist auch besser als ein leeres Türchen.

Ist Adventskalender-Wichteln auch für Kinder geeignet?

Ja, besonders die kleine Variante mit vier bis sechs Familien. Legt vorher fest, ob Süßes erlaubt ist, und verzichtet bei Kindern unter drei Jahren auf alles mit Kleinteilen.

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